Modellprojekt „Bürger vernetzen Nachbarschaften. Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel“

 

Hintergrund – Um was geht es?

Unsere Quartiere leben vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Die Möglichkeiten der digitalen Welt sind eine große Chance bürgerschaftliches Engagement zu befördern. Die Bandbreite ist groß: Webseiten aufbauen, Apps entwickeln, Informationen über die eigene Arbeit im Internet verbreiten, in Austausch mit anderen Initiativen treten, sich selbst als Initiative organisieren, spielerische, experimentelle Formate entwickeln. Die Auswahl der richtigen digitalen Maßnahmen und Werkzeuge ist nicht immer einfach. Teilweise gibt es noch  Berührungsängste. Häufig auch große Neugier. Bürgerschaftliches Engagement zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier umfasst viele Themen: Die Versorgung, die Verbesserung der Nahmobilität, die Zukunft von leeren Gebäuden und Einrichtungen, alle Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, das klimagerechte Quartier, Mieterinitiativen für gutes Wohnen, mehr Grün im öffentlichen Raum z. B. durch Urban Gardening und Urban Farming, Erhalt von Baukultur, mehr Kultur im öffentlichen Raum, die Willkommenskultur, die Zukunft der Quartiere durch Teilhabe aller Bewohner/innen entwickeln, Tauschbörsen für Kompetenzen und Dienstleistungen errichten, etc.

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Gesucht wurden bis zu 15 Bürgerwerkstätten

Das Modellprojekt „Bürger vernetzen Nachbarschaften. Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel” des des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt Quartiersinitiativen – in ihrer Vielfalt – darin, digitale Möglichkeiten für lokale Anliegen und Aktivitäten nutzbar zu machen. Initiativen sollen befähigt werden, sich die Nutzung von digitalen Anwendungen anzueignen oder auszubauen um damit ihr Ziel vor Ort zu erreichen. Dabei werden neue Räume für gemeinschaftliches Handeln und für Mitgestaltung entstehen.

Die Bürgerwerkstätten dienen dazu, bestehende oder sich formierende bürgerschaftliche Initiativen und Partnerschaften zu stärken und Lösungen für lokale Probleme zu entwickeln, die möglicherweise auch auf andere Nachbarschaften übertragbar sind.

Quartiersinitiativen in NRW waren bis zum 11. September 2016 dazu eingeladen, sich als eine von 15 „Bürgerwerkstätten“ für das Modellprojekt zu bewerben. Am 27. September 2016 wählte der Beirat aus 45 Bewerbungen 15 Bürgerwerkstätten aus. Im Blog stellen sich die Bürgerwerkstätten, ihre Ziele und Herausforderungen vor.

 

Verortung der Bürgerwerkstätten des Modellprojektes

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Wie wurde entschieden?

Eine Jury – bestehend aus Mitgliedern des Beirates – entschied im September 2016 über die Auswahl der Einreichungen, welche die formalen Voraussetzungen erfüllen.

Die Entscheidungen wurden anhand folgender Kriterien getroffen:

  • der Relevanz des Themas und der Fragestellung für die Quartiersentwicklung in den Bereichen Freizeitgestaltung, Nachbarschaftshilfe, Gestaltung des Quartiers;
  • des Innovationsgrades des Ansatzes,
  • der Relevanz der Nutzung digitaler Tools für die Zielerreichung,
  • des Potentials für Skalierbarkeit oder Übertragbarkeit des Ansatzes.

Weitere Faktoren, die für die Auswahl relevant waren:

  • Ausgeglichene geographische Verteilung der Bürgerwerkstätten, in großen Städten und kleinen Kommunen
  • Thematische Verteilung entsprechend der Themenbereiche der Quartiersentwicklung
  • Teilhabe von Bürgerwerkstätten mit Einbindung von Minderheiten
  • Ausgeglichene Verteilung von Projekten neuer Initiativen und bestehender Strukturen (z.B. Vereinen)
  • Ausgeglichene Verteilung von Projekten mit Nutzung einfacher digitaler Werkzeuge und anspruchsvoller Formate mit Eigenprogrammierung

 

Auswahlgremium – Der Beirat

Ein Beirat unterstützt das Modellprojekt bei der Auswahl geeigneter Konzepte und begleitet es im Jahr 2017 sowie bei der Auswertung der Ergebnisse. Er besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie z. B. der kommunalen Spitzenverbände, aus landesweiten Fachverbänden der Wohnungswirtschaft, der Verkehrsunternehmen, den Städtenetzwerken, Ressorts der Landesregierung und aus Organisationen des bürgerschaftlichen Engagements.

Mitglieder des Beirats:

Attermeyer, Kordula Staatskanzlei NRW (Ref. Digitale Gesellschaft, Medienkompetenz)
Jansen, Theo Zukunftsnetz Mobilität NRW Koordinierungsstelle Rheinland / Geschäftsstelle NRW c/o Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Prof. Dr. Joost, Gesche Design Research Lab / Universität der Künste Berlin
Dr. Lange, Bastian Multiplicities
Lüsebrink, Mareike Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen (Referat Bürgerschaftliches Engagement)
Osing, Johannes Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen e.V.
Sippel, Hanns-Jörg Stiftung MITARBEIT
Teschner, Peter Landesseniorenvertretung NRW
Thüer, Barbara  Netzwerk Innenstadt NRW
Wilczek, Lisa  Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V.

 

Auswahl und Vorstellung auf der Quartierstagung "Zukunft der Quartiere in einer digitalen und lebenswerten Heimat"

Im Oktober wurden die ausgewählten Bürgerwerksätten bekanntgegeben und auf der Quartierstagung „Zukunft der Quartiere in einer digitalen und lebenswerten Heimat“ am 24.11.2016 im RuhrCongress Bochum vorgestellt.

Archiv

Flyer und Broschüre

 

Impressum

Veranstalter

Ministerium für Bauen, Wohnen,
Stadtentwicklung und Verkehr des
Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV)
Jürgensplatz 1
D-40219 Düsseldorf
www.mbwsv.nrw.de

Prozessmanagement

Design Research Lab
Universität der Künste Berlin
Einsteinufer 43-53
D-10587 Berlin
www.drlab.org
www.udk-berlin.de

Geschäftsstelle Quartiersakademie
NRW.URBAN GmbH & Co. KG
Fritz-Vomfelde-Straße 10
40547 Düsseldorf
www.nrw-urban.de

IFOK GmbH
Reinhardtstr. 58
10117 Berlin
www.ifok.de

Partner

OPEN.NRW
Ministerium für Inneres und Kommunales
des Landes Nordrhein-Westfalen (MIK)
CIO-Stabsstelle
Friedrichstraße 62-80
40217 Düsseldorf
www.open.nrw.de

Gestaltung Printprodukte
CP/COMPARTNER
Markt 1
45127 Essen
www.cp-compartner.de

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